Allgemein

Wer baut schwimmende Häuser?

Schwimmende Häuser werden im allgemeinen Sprachgebrauch als „Hausboote“ bezeichnet

Das „alte“ Wohnkonzept der Hausboote ist nicht nur etwas für Abenteurer. Moderne, weiterentwickelte Varianten werden „Floating Homes“ genannt. Ein schwimmendes Haus ist in vielen Varianten erhältlich und erfordert architektonisches Geschick. Schließlich muss das Haus auf dem Wasser stehen und sich der Veränderung des Wasserspiegels anpassen. Bei Flut oder niedrigem Wasserspiegel sollte es keinen Schaden nehmen. Das Haus muss mit dem Wasserspiegel bei Flut „mitwachsen“. Die Konzepte und Standorte eines schwimmendes Hauses sind recht unterschiedlich. Besonders in den Niederlanden wird an der Konzeptionierung und dem Bau schwimmender Häuser gearbeitet. Welche Konzepte bereits umgesetzt wurden wird nachfolgend beispielhaft erläutert.


Weiterentwicklung der Hausboote

Schwimmende Häuser sind in den Niederlanden und anderen Ländern schon lange bekannt. Die als Hausboote bezeichneten Wohnmöglichkeiten liegen beispielsweise in den Kanälen von Amsterdam „vor Anker“. Die Hausboote werden stetig weiterentwickelt und sind mittlerweile als „Floating Homes“ erhältlich. Diese schwimmenden Häuser sind wie die Festlandvarianten gestaltet. Das bedeutet, sie sehen im Gegensatz zu den Hausbooten wie Häuser aus. In den Niederlanden werden die „Floating Homes“ in vielen architektonischen Varianten entwickelt. Ziel ist es, den architektonischen und ästhetischen Ansprüchen der Kunden gerecht zu werden. Dazu gehören stilistisch unterschiedliche Designs, die für verschiedene Zielgruppen gedacht sind. Des Weiteren sollen die „Floating Homes“ sich der Änderung des Wasserspiegels anpassen können.


Konzept Betonwanne – schwimmende Häuser

Die „Floating Homes“ müssen auf einem schwimmenden Grundgerüst stehen. Wesentlich ist, dass der Schwimmkörper das gesamte Haus tragen kann. Ein Konzept dazu besteht aus einem Betonschwimmkörper. Der Schwimmkörper besteht aus einer wasserdichten Betonwanne. Die Betonwanne ist innen hohl. Das Haus, das auf dem Schwimmkörper stehen soll, darf nicht zu schwer sein. Daher wird auf die wasserdichte Betonwanne ein Haus in Leichtbauweise errichtet. Entsprechende Häuser sind bereits in Maasbommel (Niederlande) gebaut worden. Die Häuser besitzen maximal zwei Geschosse und sind an zwei Stahlpfeilern befestigt. Die Befestigung ist nicht starr, sondern dient dem kontrollierten „Entlanggleiten“ der Häuser. Das bedeutet, dass die Häuser bei steigendem Wasserspiegel entlang der Stahlpfeiler gleiten. Das Haus kann dabei bis zu 5,50 Meter hoch gleiten. Bei niedrigem Wasserspiegel steht das Haus auf einem Fundament.


Konzept Styropor – schwimmende Häuser

Schwimmende Häuser können auch Styropor als „Untergrund“ besitzen. Dennoch ist auch bei der Styropor-Variante ein Spezialbeton zur Fundamentbildung notwendig. Der Styropor macht das Fundament leicht genug für Wasser und sorgt gleichzeitig für die Schwimmfähigkeit des Hauses. Das Styropor wird in mehreren Schichten übereinandergelegt und mit flüssigem Beton fixiert bzw. ausgegossen. Auf dem Fundament kann das Haus errichtet werden. Wesentlich ist zu erwähnen, dass bei einem „gleitenden“ Haus auch an die Versorgungsleitungen gedacht wurde. Die Leitungen des Hauses sind bzw. werden an die Höhenunterschiede angepasst.


Vorteile- und Nachteile – schwimmende Häuser

„Floating Homes“ sind ideale Freizeit- und Urlaubshäuser. Das bedeutet, die schwimmenden Urlaubshäuser sind auch für Reiseunternehmen und als Vermietungsmöglichkeit interessant.

Ein Nachteil ist der Preis. Sie müssen ähnlich viel, wie bei einer Festlandimmobilie investieren.


Fazit

„Floating Homes“ sind die Weiterentwicklung der Hausboote. Es gibt die schwimmenden Häuser in vielen stilistischen Varianten und mit unterschiedlichen „Fundamentkonzepten“.